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    Jungs in die Pflege – Eichstätter Einrichtungen warten mit buntem Programm auf

    Die Akteure des Eichstätter Boys´Day freuen sich auf eine gelungene Aktion. Zum gemeinsamen Auftritt trafen sie sich in der Pflegeschule der Hans-Weinberger-Akademie. v.l. Christine Feil (Landratsamt Eichstätt), Laura Fleck (Haus St. Elisabeth), Richard Nikol (Klinik Eichstätt), Benedikt Sedlmeier (Haus St. Elisabeth), Rosi Meier (Hans-Weinberger-Akademie), Carmen Albrecht (Landratsamt Eichstätt), Rosa Gehring und Ludwig Schöner (Heilig-Geist-Spital), Mario Ragusa und Dietmar Lorenz (Hans-Weinberger-Akademie)

    Der bundesweite Jungen-Zukunftstag „Boys´Day“, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, bündelt jährlich Angebote von Firmen, Einrichtungen und Institutionen, die Jungs an typische Frauenberufe heranführen sollen. Das reicht von Firmenbesichtigungen, über Workshops bis hin zu Mitmachaktionen. Gerade soziale Berufe haben Aufholbedarf an männlichen Mitarbeitern. Im Pflegebereich arbeiten mehr als eine Million Menschen, über 80 Prozent davon sind Frauen. In der Altenpflege liegt der Anteil sogar noch höher. Das soll sich ändern.

    In Eichstätt haben sich nun alle Kranken- und Altenpflegeeinrichtungen mit der Pflegeschule der Hans-Weinberger-Akademie (HWA) zusammengeschlossen, um interessierten Jungs Einblicke in die unterschiedlichen Pflegesparten zu bieten. Die Arbeitsplatzauswahl in der Pflegebranche ist ansehnlich, abhängig von der Einrichtung, der Station, des Angebotes. Ob ambulante oder stationäre Pflege, ob Alten- oder Krankenpflege, ob Reha-Einrichtung oder Operationssaal: Die Aufgabengebiete variieren stark. Die Akteure haben für den Boys´Day am 28. März einen spannenden Tagesablauf zusammengestellt.  Mit von der Partie sind neben der Berufsfachschule, das Heilig-Geist-Spital am Bahnhofsplatz, die Eichstätter Klinik und das Caritas Senioren-Zentrum St. Elisabeth.

    Los geht es um 8 Uhr morgens mit einer Infoveranstaltung der Pflegeschule der im Schulungszentrum Schottenau mit Infos zu den Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten und anschließender Begehung der Räume. Danach geht es mit Rollstühlen und Rollatoren zur ersten Einrichtung, sicher ein Blickfang auf Eichstätts Straßen. Die Jungs erfahren hautnah, was es bedeutet, gehbehindert zu sein und wie viele Hürden im Alltag zu bewältigen sind. Wer möchte, kann dazu noch einen Alterssimulationsanzug tragen, der durch Gewichte die Körperbewegungen erschwert und durch eine spezielle Brille das Sehfeld einschränkt.

    Die Idee zu dieser konzertierten Aktion entstand im Arbeitskreis Gerontopsychiatrie, der im Landkreis Eichstätt seit fast 2 Jahrzehnten  besteht. Der Einblick in die Berufsfachschule oder in eine Alteneinrichtung würde die Bandbreite und Vielfältigkeit des Pflegeberufs nicht wiederspiegeln, betont Carmen Albrecht vom Landratsamt Eichstätt, Sprecherin des Arbeitskreises. Zuständig für die Fachstelle für Seniorenarbeit und Bedarfsplanung kennt die studierte Sozialpädagogin mit Masterabschluss in Sozialer Arbeit nahezu alle Pflegeanbieter im Landkreis. „Nur im Team kann der Patient in einer Klinik oder der Bewohner in einer Einrichtung optimal versorgt werden“, betont Albrecht.

    Ludwig Schöner, Einrichtungsleiter im Heilig-Geist-Stift weiß, dass die Begeisterung für den schönen Pflegeberuf nur vor Ort geweckt werden kann. „Ich erlebe oft und gerade beim Boys´Day, dass die jungen Menschen mit einer ganz anderen Vorstellung unser Haus besuchen. Sie sind sehr überrascht, welche Perspektiven die Pflege bietet und wie erfüllt man abends nach Hause geht“, berichtet der studierte Rechts- und Sozialwirtschaftler.

    Die gute und langjährige Kooperation zwischen schulischer und praktischer Ausbildung sei in Eichstätt besonders zu betonen, denn sie kommt am Ende den Auszubildenden zu Gute, resümiert Rosi Meier von der HWA. „Wenn alle an einem Strang ziehen, können unsere Schüler eine gute und sichere Ausbildung absolvieren“, so die erfahrene Pflegelehrerin.

    Die Veranstalter möchten mit Vorurteilen, die es über Pflegeberufe gibt, aufräumen. Der Verdienst liegt im Mittelfeld der Ausbildungsberufe – ein KFZ-Mechatroniker etwa verdient im Schnitt schlechter -, in kaum einem anderen Beruf ist es möglich, sich so vielfältig weiterzubilden und schnell die Karriereleiter hochzusteigen. Auch eine akademische Laufbahn ist möglich und es gibt Jobs weltweit. 

    Der Anmeldeschluss für den Boys´Day ist der 22. März 2019, eintragen können sich Interessierte auf der offiziellen Homepage unter www.boys-day.de/Boys-Day-Radar.

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