Infos für die Träger der praktischen Ausbildung

Träger der praktischen Ausbildung

Als Träger der praktischen Ausbildung sind Krankenhäuser nach SGB V, §108, stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen zugelassen. Diese müssen über eine eigene Pflegeschule verfügen oder einen Vertrag mit einer Pflegeschule über die Durchführung der theoretischen Ausbildung geschlossen haben.

Die Träger sind verantwortlich für die Durchführung und Organisation der praktischen Ausbildung, für die Sicherstellung aller Praxiseinsätze und der gesamten zeitlich und inhaltlich gegliederten Durchführung der Ausbildung auf der Grundlage eines Ausbildungsplans. Der Träger hat zu gewährleisten, dass die vorgeschriebenen Einsätze durchgeführt werden können und der Ausbildungsplan eingehalten wird.

Ablauf der Ausbildung

Die praktische Ausbildung gliedert sich in Pflicht- und Vertiefungseinsätze. Die Lernortkooperationen erfolgt über die Träger der praktischen Ausbildung, der jeweiligen Pflegeschule und alle weiteren an der praktischen Ausbildung beteiligten Einrichtungen.

Die praktische Ausbildung gliedert sich in Pflicht- und Vertiefungseinsätze in einem vom Träger erstellten Ausbildungsplan. Die Entwicklung dieses Ausbildungsplans kann an die kooperierenden Pflegeschulen übertragen werden. Die Kosten für die Träger sind über den Ausbildungsfonds refinanziert und werden bei der Übertragung an die Schulen weitergeleitet.

Die Pflichteinsätze sind in der allgemeinen Akutpflege, der allgemeinen Langzeitpflege, der allgemeine ambulanten Akut- und Langzeitpflege, der pädiatrische Versorgung und der Allgemein-, Geronto-, Kinder-, Jugendpsychiatrie abzuleisten. Mehr über die Verteilung der Stunden in den 3 Ausbildungsjahren finden Sie hier. Urlaube sind in der unterrichtsfreien Zeit zu planen und zu gewähren.

Durchführung der praktischen Ausbildung

Die Vertiefungseinsätze sind in Bereichen der Pflichteinsätze beim Träger der praktischen Ausbildung zu absolvieren. Insgesamt soll der überwiegende Teil der praktischen Ausbildung beim Träger der praktischen Ausbildung stattfinden. Die vorgesehenen Pflichteinsätze sollen von allen Auszubildenden bereits nach 2/3 der Ausbildung absolviert sein (Ausnahme Psychiatrie).

Praxisanleitung

Mit der generalistischen Ausbildung verändern sich die Anforderungen an Praxisanleiter*innen, denn dann müssen Schüler*innen aller Pflegedisziplinen angeleitet werden. Praxisanleiter*innen, die bereits eine Weiterbildung im Umfang von 200 UE mit einem Abschluss nach AVPfleWoqG absolviert haben, genießen Bestandsschutz. Für Anleiter*innen oder Mentor*innen, die keine Weiterbildung gemäß AVPfleWoqG nachweisen können, ist ein Bestandsschutz über den 01.01.2020 voraussichtlich nicht gegeben.

Fachkräfte, die keine Weiterbildung nach der AVPfleWoqG absolviert (unter 200 UE) haben, können bei der HWA bis zum 31.12.2019 Aufbaumodule besuchen und einen Praxisanleiter-Abschluss mit 200 UE gemäß AVPfleWoqG erlangen, der Bestandsschutz haben wird.