Das Berufsbild

Pflegefachhelfer*innen arbeiten im Team mit Pflegefachpersonen in der stationären Langzeitpflege, der ambulanten Pflege und der Akutpflege.
Sie betreuen und pflegen Menschen insbesondere in Pflegeeinrichtungen, im häuslichen Bereich, in Wohngruppen und im Krankenhaus. Sie führen die Maßnahmen, die die Pflegefachperson für den betroffenen Menschen plant, selbständig durch.
Das heißt: Die Pflegefachhilfe ist verantwortlich für die Durchführung der Pflege. Die Steuerungsverantwortung der Pflege trägt dabei die Pflegefachkraft.

Der Ablauf der Ausbildung

Die Dauer der Vollzeitausbildung beträgt ein 12 Monate mit einer Probezeit von 4 Monaten.

Die Ausbildung gliedert sich in den theoretischen und fachpraktischen Unterricht und in die praktische Ausbildung. Der Unterricht findet an der Berufsfachschule für Altenpflegehilfe statt.

Die theoretische Ausbildung

  • Gestaltung von Arbeits- & Beziehungsprozessen (220 Std.)
  • Unterstützung bei der selbstbestimmten Lebensführung und Selbstpflege (220 Std.)
  • Gesundheit fördern und wiederherstellen (80 Std.)
  • Assistenz bei besondern Pflegeanlässen (180 Std.)

Der theoretische Unterricht findet in sog. Lernfeldern statt. Integriert sind allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Kommunikation, Sozialkunde und religiös-ethische Bildung.


Die praktische Ausbildung

Die 850 Praxisstunden können in folgenden Einsatzfeldern erfolgen:

  • Stationäre Akutpflege oder stationäre Langzeitpflege
  • Ambulante Akutpflege oder ambulante Langzeitpflege

Je nachdem, in welchem Einsatzfeld (stationäre oder ambulant) Sie Ihre Ausbildung absolvieren, müssen Sie 80 Stunden im jeweilig anderen Einsatzfeld ableisten.

Abschluss

Die Abschlussprüfung ist landesrechtlich in der Berufsfachschulordnung Pflegeberufe (BFSO Pflege) geregelt. Sie erhalten ein ABSCHLUSSZEUGNIS, in dem die jeweiligen (Gesamt-)Noten des schriftlichen, mündlichen und praktischen Teils der Prüfung aufgeführt werden. Darüber hinaus erhalten Sie eine URKUNDE der HWA. Mit bestandener Prüfung erhalten Sie die Erlaubnis, die Berufsbezeichnung STAATLICH ANERKANNTE*R PFLEGEFACHHELFER*IN zu tragen.

Mit erfolgreich bestandener Prüfung erlangen Sie die Zugangsvoraussetzung für den Einstieg in die 3-jährigen Ausbildung.

Bewerbung

Für eine aussagekräftige und vollständige Bewerbung benötigen wir folgende Unterlagen von Ihnen:

  • Nachweis über die erforderliche Schulbildung (Zeugnisse in beglaubigter Abschrift)
  • Amtlicher Lichtbildausweis
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Zwei Lichtbilder
  • Ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung zur Berufsausübung (zum Ausbildungsbeginn nicht älter als 3 Monate)
  • Führungszeugnis (zum Ausbildungsbeginn nicht älter als 3 Monate)
  • Evtl. Nachweise über praktische Tätigkeiten/Arbeitszeugnisse
  • Hinreichende Deutschkenntnisse

Um eine AUSBILDUNG ALS PFLEGEFACHHELFER*IN absolvieren zu können, benötigen Sie

  • die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes,
  • einen erfolgreichen Abschluss der Mittelschule oder einen gleichwertigen Schulbildung
  • (gemäß § 20 MSO) oder eine abgeschlossene Berufsausbildung,
  • und müssen 16 Jahre für die Vollzeitausbildung sein (Stichtag = Schulbeginn).

Für eine Ausbildung zum*zur Pflegefachhelfer*in ist sowohl ein Ausbildungsvertrag mit der Einrichtung als auch ein Schulvertrag mit der Berufsfachschule notwendig.
Im Fall einer TEILZEITAUSBILDUNG nach § 3 Abs. 6 Satz 2 ist zusätzlich erforderlich, dass Sie nicht mehr der Schulpflicht unterliegen. Mit erfolgreich bestandener Prüfung erlangen Sie den Hauptschulabschluss, der Sie zur 3jährigen Ausbildung befähigt.

Währenddessen können Sie als Pflegehilfskraft die Ausbildung berufsbegleitend absolvieren und sich etwa um Erziehungs- oder Pflegeaufgaben kümmern.

Inhalte

Die Lernfelder gliedern sich in:

  • Gestaltung von Arbeits- & Beziehungsprozessen (220 Std.)
  • Unterstützung bei der selbstbestimmten Lebensführung und Selbstpflege (220 Std.)
  • Gesundheit fördern und wiederherstellen (80 Std.)
  • Assistenz bei besonderen Pflegeanlässen (180 Std.)

Der theoretische Unterricht findet in sog. Lernfeldern statt. Integriert sind allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Kommunikation, Sozialkunde und religiös-ethische Bildung.

Arbeitsfelder

Als Pflegefachhelfer*in können Sie also später in verschiedenen Einrichtungen tätig werden, so zum Beispiel:

  • in Kliniken, Rehakliniken
  • in Pflegeheimen, Altenheimen
  • in geriatrische Einrichtungen
  • in ambulanten Pflegediensten/der häuslichen Kranken- und Altenpflege
  • in Anlagen des betreuten Wohnens
  • in Krankenhäuser mit geriatrischem Schwerpunkt
  • in Hospizeinrichtungen/Palliative Diensten, etc.

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