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    Spessartbund unterstützt einen Waldspaziergang im Spessart mit Menschen mit dementieller Erkrankung

    Im Rahmen der ersten Bayerischen Demenzwoche haben sich die Lehrkräfte und Schulleitung der Pflegeschule der Hans-Weinberger-Akademie in Aschaffenburg etwas ganz Besonderes ausgedacht: Mit dementiell erkrankten Senior*innen aus drei Pflegeeinrichtungen aus dem Kahlgrund ging es gemeinsam mit ortsansässigen Wanderführerinnen auf drei verschiedenen Wegen zu einem Waldspaziergang. Pflegeschüler*innen im zweiten Ausbildungsjahr und Lehrkräfte wurden im Vorfeld umfangreich von Forstbetriebsleiter Joachim Kessler geschult, um gut geplant in die Wandertouren starten zu können. Aktiv unterstützt wurde das gesamte Projekt von Michaela Orth, Sektion Wandern/Outdoor des Spessartbunds e.V.

    Für Menschen mit Demenz gilt: Wer aktiv ist, kann sich besser an Erlerntes erinnern und seine Selbstständigkeit beibehalten. Deshalb sollten Menschen mit Demenz konstruktiv gefordert und gefördert werden. Gerade Erinnerungen aus der aktiven Zeit sind noch verankert. Die Erkundung der Natur war für diese Generation noch von großer Bedeutung, in den Wald gehen bedeutete meist mehr als nur ein Spaziergang, es wurde gesammelt, beobachtet und gepflegt.

    Ab 13 Uhr wurden die Senior*innen und begleitenden Betreuungskräfte im Pflegeheim BeneVit, in der Caritas Seniorentagespflege und dem Kursana Domizil im Landkreis von Aschaffenburg abgeholt. Ausgestattet mit gutem Schuhwerk ging es bei strahlend blauem Himmel ab in den Wald. Die Sonne, die durch die Blätter fiel, sorgte für ein großartiges Naturschauspiel, das die Senior*innen und ihre Begleiter*innen überwältigte. Und was es nicht alles im Wald zu entdecken gab: Hagebutten und Tannenzapfen fanden den Weg in die Jackentasche, Kastanien wurden zur Handschmeichlern,  ein Koppel mit Rappen führte zu großen Augen im Angesicht der Schönheit dieser Tiere. Und dann tauchten die Erinnerungen auf: Wie aus Brennnesseln in harten Zeiten ein Gericht zubereitet wurde, wie aus Fichten Skier für die Kinder geschnitzt wurden, wie mit Krankheiten im Baumbestand umgegangen wurde. Alles war wieder da. Und das ein oder andere Wanderlied wurde nach vielen Jahren wieder angestimmt, ohne Fehler, alle Strophen. Beim Wald- und Wiesenquiz des Spessartbundes waren die Senior*innen gut bei der Sache. Bei einer stärkenden Vesper mit deftigen Leberwurst- und Käsebroten und leckerem gespritzten Apfelsaft und -wein klang der Nachmittag aus und die Geschichten rissen nicht ab.

    „Eine rundum gelungene Aktion“, resümiert Dagmar Fleckenstein, Schulleitung der Pflegeschule. „Es ist unbezahlbar das Glänzen in den Augen der Gäste zu sehen“. Das ein oder andere Souvenir wird sicher auch den Weg auf das Nachtkästchen finden und hoffentlich lange die Erinnerung und Emotionen  an den beeindruckenden Ausflug hochhalten.

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