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    Ministerin Kerstin Schreyer besucht Hans-Weinberger-Akademie

    Ein neues Ausbildungsprojekt für Menschen mit Migrationshintergrund in der Altenpflege zieht eine erste Bilanz.

    Politiker müssen sich nach 100 Tagen an ihren Erfolgen messen lassen.
    So geht es auch einem in Bayern einmaligen Schulversuch, der Migranten ohne Schulabschluss auf den Beruf des Pflegefachhelfers in der Altenpflege vorbereitet. Bei einem Treffen mit der Bayerischen Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Kerstin Schreyer, wurde ein erstes Resümee gezogen.

    Die Ausbildung in Teilzeit an der Altenpflegehilfeschule der Hans-Weinberger-Akademie (HWA) in München/Aubing ermöglicht es den Schülern innerhalb von zwei Jahren einen Berufs- und gleichzeitig den Hauptschulabschluss zu erlangen. „Wir haben in Bayern eine unglaubliche kulturelle Vielfalt, die wir nutzen möchten“, so Schreyer in ihrem Grußwort. Die CSU-Politikerin - damals noch Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung – hatte den Wunsch, Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits längere Zeit in Deutschland leben, eine berufliche Karriere zu ermöglichen. Ein Herzensprojekt, wie die Ministerin betonte. Deshalb verfolgte sie das Projekt auch nach ihrer Berufung zur Familien-, Arbeits- und Sozialministerin und wollte sich persönlich vom Fortgang überzeugen. Das Verständnis andere Kulturen sei gerade in der Altenpflege besonders wertvoll, so Schreyer und sie sei beeindruckt, welche Leistung die Schüler vollbringen.

    „Dass dieser Schulversuch zustande kam, ist nicht selbstverständlich“, betonte Mona Frommelt, Vorstandsvorsitzende der HWA. Es mussten viele Hürden genommen werden, um diese einzigartige Kombination von Schul- und Berufsausbildung auf den Weg zu bringen. Menschen mit Migrationshintergrund für die Altenpflege zu begeistern war der erste Schritt. Hier mussten Ängste abgebaut werden, Überzeugungsarbeit geleistet werden. Der Lehrplan musste erstellt, die Finanzierung gesichert werden. Ohne das Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus und den zuständigen Arbeitsagenturen ein aussichtloses Unterfangen. Hinzu kamen Altenpflegeeinrichtungen, die die Praktikumsplätze zur Verfügung stellten und auch unbekanntes Terrain betraten. Solche Projekte seien nur im Zusammenspiel professioneller Akteure zu stemmen, so Frommelt. Wilfried Hüntelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München, betonte, wie wichtig es auch für die Arbeitsagenturen sei, gewohnte Pfade zu verlassen und neue Wege zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Pflege zu gehen.

    Mit welchem Engagement und mit welcher Freude die Schülerinnen bei der Sache sind, verdeutlichte Luciana Sarmento-Wintersteller ihrer Rede, die die Schüler gemeinsam verfasst hatten. „Wir sind so glücklich, dass wir hier teilnehmen dürfen, es ist eine einmalige Chance, die uns die Möglichkeit gibt, irgendwann als Fachkraft in der Pflege arbeiten zu können“. Die Unterstützung der Projektleitung Hannah Lessner und allen Lehrkräften sei fantastisch. „Wir möchten keine Außenseiter sein, wir möchten dazugehören“ so Sarmento-Wintersteller. Und in der Altenpflege zu arbeiten sei für sie alle kein Beruf, sondern Berufung.

    Bildunterschrift; v.l. Joachim Görtz (bpa Landesgeschäftsstelle Bayern), Ingeborg Liebhaber (Bereichsleiterin Arbeitsagentur für Arbeit München), Susanne Gerber (Schulleitung HWA), Sabine Martin (AWO Bezirksverband Oberbayern), Thomas Schauer (Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst), Matthias Albrecht (Leiter Fachabteilung Altenhilfe, AWO Bezirksverband Oberbayern), Maike Hessel (Referentin Seniorenpflege, AWO München), Wilfried Hüntelmann (Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit München), Oluwatobi Johnson (Schülerin), Staatsministerin Kerstin Schreyer, Luciana Sarmento-Wintersteller (Schülerin), Sherife Ismailaj (Schülerin), Enesa Mayer (Schülerin), Hannah Leßner (Projektleitung HWA), Xhemile Murina (Schülerin), Mona Frommelt (Vorstandsvorsitzende der HWA).
    Vorne v.l.: Erkan Rasim-Oglou (Schüler), Tippawan Pendl (Schülerin)
     

     

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