Projekt QuInT-Essenz zur exemplarischen Implementierung des BUKO-Qualitätsniveaus I

Nachhaltige Implementierung der Qualitätsniveaus im Team – Exemplarische Implementierung des Qualitätsniveaus I: „Mobilität und Sicherheit bei Menschen mit dementiellen Einschränkungen in stationären Einrichtungen“

Das BUKO-Qualitätsniveau I und das Implementierungsprojekt QuInT-Essenz

Rückblick auf den überregionalen Abschlusstag mit den Projekteinrichtungen am 09.06.10

Rückblick auf die Fachtagung Qualitätsniveaus im Praxistest: Ziele, Wege, Wirkungen
zur Implementierung des Qualitätsniveaus I "Mobilität und Sicherheit bei Menschen mit demenziellen Einschränkungen“ am 08.10.10 in Berlin

Das BUKO-Qualitätsniveau I und das Implementierungsprojekt QuInT-Essenz

An der Versorgung Pflegebedürftiger in Einrichtungen der stationären Altenpflege sind viele Professionen und Personengruppen beteiligt. Neben den Mitarbeiter/innen aus den Bereichen Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Haustechnik und Management der Einrichtung tragen Mediziner/innen, Therapeut/innen sowie Angehörige und Ehrenamtliche zur Pflege- und letztlich Lebensqualität von Bewohner/innen bei.

Damit sind sehr unterschiedliche Arbeitsweisen, Schwerpunkte und auch Interessenslagen im Sinne der Pflegebedürftigen zu einer gemeinsamen Anstrengung zusammenzuführen. Mit den Qualitätsniveaus liegen multidisziplinäre, evidenzbasierte Versorgungsleitlinien für die Pflege und Betreuung vor. Ihre Struktur lässt sich folgendermaßen veranschaulichen:

<Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken>

 

Die Kernaussage des Qualitätsniveau I lautet: Mobilität und Sicherheit jeder Bewohnerin mit Demenz werden entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse und Bedarfe gefördert. Zur individuellen, bedürfnis- und bedarfsgerechten Förderung der Mobilität und der Sicherheit der Bewohner/innen mit Demenz werden sieben Ziele und eine Hilfestellung für herausfordernde Situationen formuliert. Übersicht Kernaussage und Ziele des Qualitätsniveaus I (Download)

Dem multidisziplinären Ansatz der Qualitätsniveaus folgend, richtet sich die Versorgungsleitlinie an alle, zum Versorgungsoutcome beitragenden Handelnden

  • Bewohner/innen: Pflegebedürftige sowie deren gesetzliche Vertretung.

  • Mitarbeiter/innen der Einrichtung: v.a. in Pflege und Betreuung sowie Pflegemanagement.

  • Externe Beteiligte: andere Professionen (u. a. Ärzt/innen, Richter/innen, Physiotherapeut/innenen) sowie

  • Bezugspersonen.

Auf evidenzbasierter Grundlage wird jedes Ziel sowie die Hilfestellung für herausfordernde Situationen durch handlungsleitende Empfehlungen operationalisiert. Die einzelnen Empfehlungen sind in Tabellenform den verschiedenen Handelnden zugeordnet, die u. a. mittels Beispielen ausführlich erläutert werden (vgl. dazu beispielhaft die tabellarische Übersicht der handlungsleitenden Empfehlungen zu Ziel 2 (Download)

Das Qualitätsniveau I nimmt Bezug auf die nationalen Expertenstandards zu Dekubitus-, Sturzprophylaxe und Schmerzmanagement des Deutschen Netzwerks für Qualitätssicherung in der Pflege (DNQP), mit denen es sich inhaltlich überschneidet. Über den monoprofessionellen Ansatz der Expertenstandards hinaus richtet sich das Qualitätsniveau I nicht nur an die Pflege, sondern an alle Professions- und Akteursgruppen, die zur Mobilität und Sicherheit der Bewohner beitragen.

Die Hans-Weinberger-Akademie ist im Auftrag der Bundeskonferenz zur Qualitätssicherung im Gesundheits- und Pflegewesen e.V. (BUKO-QS) Projektträger des Projektes QuInT-Essenz (Teilprojekt Implementierung). Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es wird wissenschaftlich begleitet durch die Hochschule Bremen (Institut für Qualität und Case Management, Prof. Dr. Martina Roes).

Das Zentralinstitut für seelische Gesundheit führt eine projektbegleitende Wirksamkeitsstudie durch. Die Projektlaufzeit ist von Juni 2008 bis September 2010. Eine Übersicht der beteiligten Pflegeeinrichtungen finden Sie hier (Download)

Auftraggeber des Projekts QuInT-Essenz (Teilprojekt Implementierung)
Bundeskonferenz zur Qualitätssicherung im Gesundheits- und Pflegewesen e.V. (BUKO-QS), www.buko-qs.de

Projektträger
Hans-Weinberger-Akademie der AWO e.V.

Projektteam bei der Hans-Weinberger-Akademie
Mona Frommelt (Projektleitung)
Dr. Claus Heislbetz
Dorothee Bäuerle

Wissenschaftliche Beratung
Prof. Dr. Martina Roes
Hochschule Bremen, Institut für Qualität und Case Management
www.hs-bremen.de

Finanzierung
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektkoordination / Kontakt
Dr. Claus Heislbetz
Hirschenstraße 26, 90762 Fürth
c.heislbetz@hwa-online.de
Tel: 0911 - 74097-40,
Mobil: 0160 - 588 22 38

Projektbegleitende Wirksamkeitsstudie
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (Mannheim),
Arbeitsgruppe Psychiatrische Epidemiologie und Demographischer Wandel
Dr. Martina Schäufele (Projektleitung)
www.zi-mannheim.de

Weiterführende Informationen (Download)

Implementierung eines multidisziplinären Versorgungsstandards in der Altenpflege am Beispiel der Qualitätsniveaus der BUKO-QS (Vortragsfolien). CareFair Germany. Interdisziplinärer Pflegekongress, 18./19.02.09.

Projekt QuInT-Essenz – Implementierung und Wirksamkeitsunterstundung des BUKO-QS Qualitätsniveaus „Mobilität und Sicherheit“ (Vortragsfolien). 5. Bremer Pflegekongress, 06.05.09.

Posterdarstellung zum Projekt, päsentiert beim 19th IAGG World Congress of Gerontology and Geriatrics, 5th-9th July 09

Posterdarstellung zum Projekt, präsentiert bei der Fachtagung der Sektion IV der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie, 01./02.10.09

Lernen von Anderen und von den Besten. Wie mit der Breakthrough-Methode kollegiales Lernen gelingen kann (Vortragsfolien). Fachtagung der Sektion IV der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie, 01./02.10.09

Posterdarstellung zum Projekt, präsentiert beim 21st Annual National Forum on Quality Improvement in Health Care, in Orlando (FL), 6th-9th December 09

Qualitätsanforderungen der Pflege zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis (Vortragsfolien). Dementia Fair Congress, 22./23.04.10.

Projekt QuInT-Essenz – Implementierung und Wirksamkeitsuntersuchung des BUKO-QS Qualitätsniveaus „Mobilität und Sicherheit“ (Vortragsfolien). Dementia Fair Congress, 22./23.04.10.

 

Rückblick auf den überregionalen Abschlusstag mit den Projekteinrichtungen

Zum Abschluss der Implementierung fand am 09.06.10 in Köln ein überregionaler Abschlusstag mit Vertreter/innen der Projekteinrichtungen und der Träger statt. Neben vorläufigen Resümees aus der wissenschaftlichen Begleitforschung standen dabei Präsentationen der Projekteinrichtungen im Mittelpunkt. Mittels Plakaten stellten Vertreter/innen der Einrichtungen Best-Practice-Beispiele vor. Ergänzend dazu schilderten interne und externe Beteiligte der Implementierung ihre Erfahrungen. Die Darstellung des Erreichten zeigt die gesamte Bandbreite entwickelter Best-Practice-Beispiele zu allen Teilzielen des QN I.

Anlässlich des Abschlusstags wurde zum Implementierungsprojekt dieses vorläufige Fazit (Download) gezogen.

Weitere Unterlagen vom überregionalen Abschlusstag mit den Projekteinrichtungen (Download)

Vortragsfolien zu:

Projektübersicht, Breakthrough-Methode und Mitarbeiter/innen-Befragung

Bewohner/innen-Audit

Best-Practice-Katalog

Ausblick

Best-Practice-Beispiele:

Best-Practice-Beispiel zu Ziel 1

Best-Practice-Beispiel zu Ziel 2

Best-Practice-Beispiel zu Ziel 2

Best-Practice-Beispiel zu Ziel 3

Best-Practice-Beispiel zu den Zielen 4 und 5

Best-Practice-Beispiel zu Ziel 6

Best-Practice-Beispiel zu Ziel 7

Zielübergreifendes Best-Practice-Beispiel

Zielübergreifendes Best-Practice-Beispiel

Zielübergreifendes Best-Practice-Beispiel

Rückblick auf die Fachtagung Qualitätsniveaus im Praxistest: Ziele, Wege, Wirkungen
zur Implementierung des Qualitätsniveaus I
„Mobilität und Sicherheit bei Menschen mit demenziellen Einschränkungen“ am 08.10.10 in Berlin

 

Aus der exemplarischen Implementierung des Qualitätsniveaus I konnten Erkenntnisse zu weitreichenden Fragestellungen des bundesdeutschen Qualitätsdiskurses zur stationären Pflege gewonnen werden:

  • Inwiefern kann die interne pflegerische Qualitätsentwicklung um eine multiprofessionelle Perspektive ergänzt werden und wird das Qualitätsniveau I von der Praxis als Ergänzung zu den einschlägigen Nationalen Expertenstandards akzeptiert? Wie kann es gelingen, die breite Mitarbeiterschaft am Innovationsprozess zu Mobilität und Sicherheit zu beteiligen?

  • Inwiefern kann eine aktive und partizipative Einbindung von Angehörigen und Ehrenamtlichen in die Mobilitätsförderung für Bewohnerinnen von Pflegeheimen gelingen?

  • Welche Anforderungen stellt eine nachhaltige Implementierung des Qualitätsniveaus I an ein systematisches Qualitätsmanagement der Pflegeeinrichtungen? Mit welchen Methoden der Qualitätsentwicklung kann die Implementierung eines multiprofessionellen Standards wirksam unterstützt werden?

  • Welche Vorgehensweisen der Praxis haben sich zum Qualitätsniveau I als Best-Practice bewährt?

  • Welche Instrumente der Selbstreflexion des Implementierungsgrades sollten eingesetzt werden? Welche Interdependenzen zwischen externer Qualitätsprüfung und der internen Qualitätsentwicklung werden festgestellt?

  • Inwiefern kann eine Wirkung der Implementierung bis auf die Ebene der Bewohner/innen wissenschaftlich gesichert nachvollzogen werden?

  • Welche Schlussfolgerungen können hinsichtlich des § 113 SGB XI gezogen werden?

Für mehr Informationen zum Projekt QuInT-Essenz zur exemplarischen Implementierung des BUKO-Qualitätsniveaus I klicken Sie bitte hier

Um die diesbezüglichen Ergebnisse des Projekts und die daraus abzuleitenden Schlussfolgerungen zu diskutieren, lud die Bundeskonferenz zur Bundeskonferenz zur Qualitätssicherung im Gesundheits- und Pflegewesen e.V. (BUKO-QS) am 08.10.10 zu einer Fachtagung nach Berlin. Die Veranstaltung richtete sich an die gesamte Fachöffentlichkeit, insbesondere der Managementebene bzw. Trägerebene, der Vertreter/innen der Verbraucherinteressen, der Entscheidungsträger/innen in der Fachpolitik und der Wissenschaft.

Auszug aus dem Tagungsprogramm

 

Qualitätsniveaus im Praxistest
Das Projekt „QuInT-Essenz – nachhaltige Implementierung von Qualitätsniveaus im Team“

  • Qualitätsniveau I und Projektbausteine
  • Breakthrough-Methode: Schnell den Durchbruch schaffen

Vom Papier in die Routine: Wie Implementierung funktionieren kann – Erfahrungen aus zwanzig Einrichtungen

  • Voraussetzungen und Instrumente
  • Förderliche und hinderliche Faktoren

Ergebnisse aus der Mitarbeiterbefragung und dem QN-Audit
Download der Vortragsvorlagen

Mona Frommelt
Martina Roes
Claus Heislbetz
Dorothee Bäuerle

Erfahrungen und Ergebnisse zur Wirksamkeit des QN I
Was kommt von den Qualitätsniveaus beim Bewohner an? Ergebnisse aus der Evaluationsstudie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim
Download der Vortragunterlagen

Martina Schäufele

Ein Ziel und viele Professionen – Qualitätsanforderungen im Kontext von Pflege und Gesundheit.

Wer macht was? Wer ist für was verantwortlich
Download der Vortragunterlagen

Adelheid Kuhlmey

Es geht doch um die Bewohnerin!“ Entscheidungen im Spannungsfeld von Mobilität und Sicherheit – Statements und Diskussion

Elisabeth Beikirch
Brigitte Bührlen
Carola Gospodarek
Ingrid Hastedt
Peter Pick
Martina Schäufele
Doris Schiemann
Christiane Viere
Ellen Wappenschmidt-KrommusModeration:
Mona Frommelt

Gute Praxis – Mobilität und Sicherheit für Menschen mit demenziellen Einschränkungen in stationären Einrichtungen

Kreative Maßnahmen und sichtbare Qualitätsverbesserungen zur Mobilität und Sicherheit der Bewohner in den Projekteinrichtungen – Posterpräsentationen einrichtungsspezifischer Ergebnisse

Mitarbeiter/innen der Projekteinrichtungen
Moderation:
Dorothee Bäuerle

Ausblick: Qualitätsentwicklung im Kontext von Evidenzbasierung, praxistauglicher Wissenschaft und politischen Vorgaben
Download der Vortragunterlagen

Gerhard Igl


Mitwirkende

  • Dorothee Bäuerle
    Hans-Weinberger-Akademie der AWO e.V., wissenschaftliche Mitarbeiterin Implementierungsprojekt

  • Elisabeth Beikirch
    Sprecherin der Geschäftsführung Compass Private Pflegeberatung GmbH
  • Brigitte Bührlen
    Pflegende Angehörige, Forum Pflege aktuell
  • Mona Frommelt
    Hans-Weinberger-Akademie der AWO e.V., Projektleitung Implementierungsprojekt
  • Carola Gospodarek
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK), Vorstand Landesverband Berlin-Brandenburg e.V., Gerontopsychiatrische Tagespflegestätte Anna-Charlotte Berlin
  • Dieter Hackler
    Abteilungsleiter "Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege, Engagementpolitik", Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Ingrid Hastedt
    Vorsitzende des Vorstands Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg
  • Claus Heislbetz, Dr.
    Hans-Weinberger-Akademie der AWO e.V., wissenschaftlicher Mitarbeiter Implementierungsprojekt
  • Gerhard Igl, Prof. Dr.
    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Vorsitzender Bundeskonferenz zur Qualitätssicherung im Gesundheits- und Pflegewesen e. V.
  • Thomas Klie, Prof. Dr.
    Evangelische Hochschule Freiburg, Mitglied Bundeskonferenz zur Qualitätssicherung im Gesundheits- und Pflegewesen e. V.
  • Adelheid Kuhlmey, Prof. Dr.
    Charité Universitätsmedizin Berlin, Direktorin Institut für Medizinische Soziologie am Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften
  • Peter Pick, Dr.
    Geschäftsführer Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V.
  • Martina Roes, Prof. Dr.
    Hochschule Bremen, Institut für Qualität und Case Management, Wissenschaftliche Beratung Implementierungsprojekt
  • Martina Schäufele, Dr.
    Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Autorin Qualitätsniveau I, Projektleitung Wirksamkeitsforschung
  • Doris Schiemann, Prof. Dr.
    Fachhochschule Osnabrück, Wissenschaftliche Leitung Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)
  • Christiane Viere
    Referatsleiterin, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Ellen Wappenschmidt-Krommus
    CBT-Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH, Geschäftsbereichsleitung Innovation

und Mitarbeitende der Projekteinrichtungen

 

Veranstalter
Bundeskonferenz zur Qualitätssicherung im Gesundheits- und Pflegewesen e.V. (BUKO-QS)

Veranstaltungsort
Auditorium Friedrichstraße
www.auditorium-friedrichstrasse.de

Für Informationen und Fragen zur Fachtagung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Claus Heislbetz, c.heislbetz@hwa-online.de
Tel: 0911 - 74097-40, mobil: 0160 - 588 22 38

Die Veranstaltung wurde gefördert vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Flyer zum Fachtag (Download)

Bilder vom Fachtag